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| Als der Wettergott zwischen Zwölf und Zwei mehrmals seine Schleusen über Korschenbroich öffnete, war den Verantwortlichen doch ein wenig mulmig zumute. Da konnte auch der Blick auf die Meldeliste nicht beruhigen, die mit vierzig Startern so üppig und gut besetzt war, wie niemals zuvor. Zusätzlich kollidierte der Frühjahrsklassiker vom Niederrhein erneut mit dem Auftakt der Citymarathon-Trophy in Bonn und es stellte sich insofern die spannende Frage, welcher der Athleten sich den Doppelstart denn letztlich zutrauen würde. Alle Sorge blieb aber unbegründet, zumal Petrus pünktlich zu den Startvorbereitungen ein Einsehen hatte. Und so waren es 30 Cracks, die um 14.50 Uhr an der Startlinie Aufstellung nahmen. Acht Runden über 10 550 Meter galt es auf schwierigem, weil eckigem, Kurs zu absolvieren. Für den nötigen Rückenwind sorgte die Begeisterungsfähigkeit der vielen tausend Zuschauer, die für Partylaune an der Strecke sorgten. So empfunden auch von Chef-Organisator Hans-Peter Walther, der bei dieser 18. Auflage des Internationalen Korschenbroicher City-Laufes über 3000 Teilnehmer aus 17 Nationen begrüßen durfte. Erstmalig wurde nach den Divisionen A, B und C gewertet. Logische Konsequenz, sowohl mit Blick auf das sich positiv entwickelnde Starterfeld, als auch in Hinblick auf die attraktiven Preisgelder. Und so ging es Schlag auf Schlag. Die vierköpfige Spitzengruppe der Division C mit Guy Rappe, Cefas Bouman, Roel Bruijn und Wim Decleir legte ein Höllentempo vor. Für die Zuschauer besonders faszinierend, da die Athleten den Start/Zielbereich im Turnus von rund zweieinhalb Minuten passierten. Insbesondere Guy Rappe tat sich hier bis Mitte des Rennens hervor. Dann aber musste der bald 50jährige Belgier seiner gerade überstandenen Grippe Tribut zollen und fiel zurück. Fortan stellte sich die spannende Frage, ob Wim Decleir nicht zu viele „Körner“ in Bonn gelassen hatte, zumal Roel Bruijn und Cefas Bouman körperlich frischer ins Rennen gehen konnten. Aber der Mitdreißiger vom Flanders Handbike Team ließ keinen Zweifel daran, dass er im Juni ein heißer Anwärter auf den EM-Titel ist. Cefas Bouman musste ab der vorletzten Runde abreißen lassen und Decleir konnte in einem beeindruckenden Spurt Roel Bruijn in 20:24 Min. um einige Zehntel distanzieren. „Ich habe schon gemerkt, dass ich ein Rennen in den Knochen hatte. Aber das Publikum war einfach super und hat mich nach vorne getrieben“, verteilte der Sieger der reha team West & Otto Bock-Trophy im Ziel Blumen an die Zuschauer.
In der Division B war, neben dem hohen Tempo, jede Menge Taktik spürbar. Die Spannung machte hier das „Gemisch“ der über den gesamten Rennverlauf eng beisammen bleibenden Gruppe von acht Fahrern aus. Hatten es doch die B-Fahrer Tobias Knecht, Manfred Putz und Edward Maalouf mit der geballten C-Power von Norbert Koch, Stefan Lange, Bernd Jeffre, Ralph Weisang und Abdeljalil El Abbadi zu tun. Ständig wechselnde Führungen während der gesamten acht Runden begeisterten und ließen am Ende Tobias Knecht den Freiraum, der ihm im Spurt mit vier Sekunden Vorsprung (21:40 Min.) auf seinen Teamkollegen Manfred Putz (21:44 Min.) den Sieg bescherte. Edward Maalouf, ebenfalls Doppelstarter an diesem Sonntag, sicherte sich Rang drei mit einer Sekunde Rückstand. Kompliment an alle Athleten für diese Vorstellung. Rund anderthalb Minuten konnte Wolfgang Schattauer seinem Kontrahenten Christophe Hindricq am Vormittag in Bonn abnehmen. In Korschenbroich drehte der Belgier aber den Spieß um und sicherte sich den Sieg in der Divison A in 23:03 Min. vor dem sympathischen Wiener, der in 28:34 min. ins Ziel kam und die Atmosphäre am Niederrhein sichtlich genoss. „Schön, dass man bei der Vorstellung auf seine sportliche Vergangenheit als Triathlet hingewiesen hat, dies hat uns sehr gefreut“, unterstrich Ehefrau Ingrid am Rande der Siegerehrung. „Allein unter Männern“ hieß es erneut für Andrea Eskau. Für die Wuppertalerin aber nicht wirklich ein Problem, zumal sich neben der Siegprämie auch über einen Zuschlag für den neuen Streckenrekord in 21:43 Min. freuen durfte. Mit besonderer Freude nahm sie als Ehrenpreis den Willi-Esser-Gedenk-Pokal aus der Hand von Marianne Esser, der Witwe des verstorbenen Begründers des City-Laufes, entgegen. Auch 2007 bleibt es beim „Doppelpack“ am Rhein Rennbiker Frauen Rennbiker Division A |
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