Hannes schloss den Kreis Beim 5. Willicher Handicap-Triathlon war auch die Container-Crew dabei Der Countdown hätte Cape Caneveral zur Ehre gereicht. In Hinblick auf einen stimmgewaltigen Auftakt des Wettkampfes, ließ sich die Container-Crew der abgelaufenen "Big-Brother-Staffel" nicht lange bitten. Und so trugen Khadra, Ulf und der Sieger der letzen Staffel, Jan, mit einem imposanten "„drei, zwei, eins, loooooos" ihren speziellen Teil dazu bei, die Teilnehmer beim 5. Willicher Handicap-Triathlon auf ihre 200 Meter Schwimmstrecke zu schicken. Für weiteren Rückenwind sorgten die zahlreichen Zuschauer am Beckenrand und als I-Tüpfelchen Rahmenbedingungen, die mit 20 Grad in der Luft und 24 Grad Wassertemperatur nicht besser hätten sein können. Mit 850 Startern konnte der Willicher Triathlon Mitte September einmal mehr seinen Stellenwert als die Breitensportadresse für "Triathlon mit Herz" untermauern und bietet seit 1999 dem reha team West optimale Rahmenbedingungen, diese Disziplin auch den behinderten Sportlern zu eröffnen. In diesem Jahr zusätzlich unter veränderten Vorzeichen, denn der ehemals Rollstuhl- wurde zum Handicap-Triathlon. Aber dazu an späterer Stelle mehr. Vorjahressieger
Frank Lorenz legte gleich los wie die Feuerwehr. Der vierzigjährige
Remscheider benötigte für die 200 Meter 5:11 Min. und entstieg
als Erster dem 50 Meter-Becken der "Bütt". Extremsportler
Thomas "Thommi" Hoffmarck folgte mit 40 Sekunden Rückstand.
Hoffmarck, der sein Durchhaltevermögen bereits als Bewohner im
"Big Brother-Haus" unter Beweis stellte und sich als Ausdauerathlet
per Handbike auf seiner "Tour der Stadien" für die Integration
Behinderter engagiert, war im Ziel voll des Lobes. "Das war eine
echte Herausforderung und da die einzelnen Distanzen nicht überlang
sind, blieb alles im grünen Bereich. Eine tolle Erfahrung".
Von der Martina Willing in Hinblick auf das nasse Element gar nicht
genug bekommen konnte. Da an diesem Tage die weibliche Konkurrenz ausblieb,
verlängerte die frischgebackene Doppeleuropameisterin von Assen
kurzer Hand ihre Schwimmstrecke auf 500 Meter und gab den Organisatoren
augenzwinkernd zu Protokoll: "So kann ich dann halt mal `nen richtigen
Triathlon machen." Sprachs´ und schlug nach 11:58 Min. für
die 10 Bahnen an. Die Nürnbergerin Ulla Turnwald und Paralympic-Medaillengewinner
Axel Hecker sogen die Eindrücke interessiert in sich auf. Beide
waren die bislang noch einzigen Teilnehmer der erstmals separat ausgeschriebenen
Klassements für behinderte Teilnehmer, die nicht Rollstuhlfahrer
sind. Nach 500 Metern Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf stand für
Ulla (1:38:14) und Axel (1:14:26) fest: "Wir kommen wieder,"
was Organisationschef Holger Falk vom reha team West natürlich
gerne hört. "Schließlich sind wir auf solche Multiplikatoren
angewiesen, um diesen Wettkampf in der Szene transparent zu machen.
Das Willich prima Möglichkeiten bietet, nicht zuletzt um Triathlon
zunächst mal auszuprobieren, hat sich mittlerweile ja schon herumgesprochen."
Infos und Anmeldung beim reha team West unter 02151/89 49 0. IMPRESSIONEN AUS 2003
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