Nachwuchsfestival beim Das ließ sich Frank Lorenz nicht zweimal sagen. Wurde der seit dem Debüt 1999 regelmäßig in Willich startende Remscheider doch beim diesjährigen 6. Willicher Handicap-Triathlon von den beiden Nachwuchsathleten Marc Schuh und Sven Kaiser in die Mitte genommen. Symbolisch in diesem Moment während der Siegerehrung, wie auch verewigt in der Ergebnisliste. Der 41jährige aus dem Bergischen zeigte sich mit seiner Leistung dennoch zufrieden. „Man kann nicht immer gewinnen“, bemerkte der in den Vorjahren zweifache Sieger des reha team West-Cups, „und was die beiden Youngster hier mittlerweile mit ihren erst 15 Jahren zu bieten haben, ringt mir ohnehin größten Respekt ab.“ Wettkampf für alle Körperbehinderten Der Handicap-Triathlon ist traditionell in den Willicher Triathlon eingebettet. 850 Teilnehmer konnte der Schwimmverein Willich in diesem Jahr begrüßen und das reha team West als Initiator des Wettkampfes für die behinderten Sportler, freute sich über den Start von insgesamt sieben Kindern zwischen 10 und 15 Jahren. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, resümierte Holger Falk. „Worauf wir in der öffentlichen Arbeit wohl verstärkt hinweisen müssen, ist die Tatsache, dass aus dem ehemals Rollstuhl-Triathlon der Handicap-Triathlon geworden ist. Dieses Jahr haben wir ausschließlich Rollis begrüßen dürfen. Wir möchten mit diesem Wettkampfangebot aber alle behinderten Sportler erreichen und bieten für die behinderten Fußgänger die Distanzen 500 m Schwimm, 20 Rad und 5 km laufen.“ Einen gelungenen Einstand feierte die Idee, Rollis mit einem (nicht)behinderten Schwimmer ein gemeinsames Team bilden zu lassen. Drei dieser kleinen Staffeln gingen an den Start. Mal war es der Bruder, der Freund oder Arbeitskollege, der den Schwimmpart übernahm und beim ersten Wechsel den Zeitmesschip an den Rolli-Starter weiterreichte. Die Zeitwertung erfolgte nach Addition der Distanzen gemeinsam. „Tolle Sache“, freute sich Michaela Bohlmann darüber, dass ihr 12jähriger Sohn Carsten somit Gelegenheit bekam an den Start zu gehen. „Das Schwimmen ist noch eine Nummer zu groß für ihn, aber es war immer sein Traum an solch einem Rennen teilzunehmen. Auf diesem Wege hat es nun geklappt und er ist so richtig stolz darauf.“ Wer das Strahlen des Filius im Ziel erlebt hat, konnte dem nur zustimmen.
|
|