7. Willicher Handicap Triathlon 2005
- Rückblick -

Von Bären, Oranjes und dem Iron-Man
Nicht nur Tommy Hoffmarck startete
beim 7. Willicher Handicap-Triathlon durch

Das dies ein besonderer Tag, sowohl für die Veranstalter wie auch für die Teilnehmer werden würde, zeichnete sich schon beim traditionellen, gemeinsamen Treffen vor dem Wettkampf in der Wechselzone ab. 32 Starter hatten ihren Tross von Betreuern, Eltern und Fans dabei, die mit zunehmender Spannung den Begrüßungsworten von Organisationschef Holger Falk lauschten. Und dieser hatte dann neunzig Minuten später am Beckenrand die Freude, „zum ersten Male nicht in der Lage zu sein, dem Publikum alle Teilnehmer vor dem Schwimmstart vorstellen zu können, zu groß ist das diesjährige Starterfeld“. Insofern lagen die Handicap-Sportler voll im Trend, konnte doch auch der Schwimmverein Willich mit 859 Startern gleichfalls einen neuen Teilnehmerrekord bei den Nichtbehinderten verbuchen.

Für einen der Debütanten war das rege Treiben rund um das Wettkampfgeschehen überraschend wie faszinierend zugleich. „Ich frage mich ehrlich, warum ich nicht früher den Weg nach Willich fand, klasse, was hier abgeht“, gab mit Georg Janssen kein Geringerer als der amtierende Deutsche Meister von Dortmund zu Protokoll. Leider mussten mit Markus Schlüter und Axel Hecker zwei Konkurrenten im Vorfeld verletzungs- bzw. krankheitsbedingt absagen. Das der sehbehinderte Wuppertaler dennoch keinen Soloauftritt absolvieren musste, ist dem Umstand zu zollen, dass die Körperbehinderten, die nicht Rollstuhlfahrer sind, in Willich mit den nichtbehinderten Volkstriathleten gemeinsam an den Start gehen. Und wie hoch das Leistungspotenzial des 47-jährigen anzusiedeln ist, kristallisierte sich beim nachträglichen Blick auf die Ergebnisliste heraus. 1:01:57 Min. bedeuteten nach 750 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf Rang 37 in der Gesamtwertung und den 2. Platz(!) in der TM 45.

Es ist die gesunde Mischung aus Spitze und Breite, die das Flair von Willich ausmacht. Dies gilt insbesondere für die Tri-Staffel. Im vergangenen Jahr erstmalig seitens reha team West angeboten, hatte die Variante des für den Rollstuhlsportler den Part im wohltemperierten 50 m - Becken übernehmenden Schwimmpaten, nun mit zehn Staffeln durchschlagenden Erfolg. Und das Rollstuhlbasketball offensichtlich Grundlagentraining beinhaltet, das auch den Anforderungen beim Triathlon gerecht wird, machten die Krefelder Basket Bears deutlich, die mit sechs Duos am Start waren. Den Dreifachsieg der BSG Volmarstein konnten die „Korbbären“ allerdings nicht verhindern. Deren Athleten aus Wetter/Ruhr fielen nicht nur sportlich, sondern auch aufgrund ihrer orangen Trikots ins Auge. Nach 47:18 Min. über 200 m Schwimmen, 10 km Handbike und 1,3 km Aktivrollstuhl erntete das siegreiche Doppel Jessica Stephan und Christopher Lohmann jede Menge Schulterklopfer.

Bei einem Blick auf die Spitze dieser faszinierenden Sportart kommt man spätestens seit dem 21. August an einem Athleten nicht vorbei, der an jenem Tag Geschichte schrieb. Und offensichtlich hatte Hannes Köppen noch den ganzen Schwung von Glücksburg im Gepäck, konnte er seinen eigenen Streckenrekord in 40:35 Min nach 200 m Schwimmen, 10 km Rennbike und 3 km Rennrollstuhl im Tri- Level II förmlich pulverisieren. Ein Sprint, verglichen mit der Ultra-Distanz an der Ostsee (3,8 km Schwimmen, 180 km Rennbike und 42,195 km Rennrollstuhl), die der 48-jährige Herner drei Wochen zuvor als zweiter Europäer und als vierter Mensch überhaupt in 11:50:34 Min. absolviert hatte. Standing ovations und langanhaltender Beifall des zahlreichen Publikums waren der verdiente Lohn im Rahmen einer stimmungsvollen Siegerehrung. Nicht zu vergessen „Dauerbrenner“ Frank Lorenz, der seit Anbeginn dieses Wettkampfes 1999 regelmäßig dabei ist und sich nach 52:35 Min. nur Nachwuchstalent Sven Kaiser (49:10 Min.) von der BSG Mönchengladbach geschlagen geben musste.

Ein weiteres Highlight bot der Start von Tommy Hoffmarck. Wer „Extrem-Tommy“ und sein Projekt Run-4-Life kennt, weiß nur zu gut, dass er seine Starts gerne mit einem guten Zweck, sprich Integrationsarbeit, verbindet. So im vergangenen Jahr, als der Oberhausener per Rennrollstuhl in 90 Tagen von Köln nach Istanbul fuhr und so auch Anfang Oktober, wenn er die Distanz Köln-Barcelona in Angriff nimmt. Sein Vorschlag an die Veranstalter: „Unterbiete ich meine Zeit von 2003 (54:35 Min.), zahlen Sponsoren einen bestimmten Betrag an eine integrative Einrichtung vor Ort“. Tommy ackerte und kämpfte sich schwimmend (200 m), handbikend (10 km) und mittels Aktivrollstuhl (3 km) nach 49:23 ins Ziel. Einer Zeit, die im Tri Level II mit diesem Equipment noch nicht erreicht wurde. Begeisterung auch bei Hans Lehmann, dem Vorsitzenden des Willicher Aktionskreises „Hand in Hand“. Tommys Start und Siegerzeit veranlassen reha team West und rhenag 1000 € an den Aktionskreis auf den Weg zu bringen, mit denen therapeutische Hilfsmittel für die integrativen Einrichtungen in Willich realisiert werden können. Der krönende Abschluss einer Wohlfühlveranstaltung, die am 3. September 2006 ihre Fortsetzung findet.


Maximal 100 m Rasen werden durch Teppich überbrückt,
dann geht es per Renn- oder Handbike hinaus auf die
10 km - Wendepunktstrecke.


Stilstudie von Gesamtsieger und Streckenrekordhalter
Hannes Köppen:


Der "Iron - Man" im Tiefflug!!

Mr. Zuverlässig und bärenstarker Athlet:
Frank Lorenz aus Remscheid...


..bei der 7. Auflage zum siebten Male am Start!


Einer der Basketbears Krefeld: Daniel Petersen, der hinter
Tommy Hoffmarck einen starken 2. Platz belegte.
Allen "Korbbären" ein herzliches Dankeschön für den
zahlreichen und engagierten Auftritt!!


Der Coach und sein Schützling:
Herbert van Dam als Begleiter von Nachwuchstalent
Kevin Bons, BSG Mönchengladbach


Der amtierende Deutsche Meister im Interview:
Georg Janssen belegte den 37. Platz in der Gesamtwertung
und den 2. Platz(!) in der TM 45 bei den Nichtbehinderten.

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Tra
dition pur: Begrüßung und Strecken-
besichtigung rund 90 Min. vor dem Start



13:50 Uhr: Schwimmstart und..


..gespannte Erwartung, bevor die..


..100 m und 200 m in der wohltemperierten
"Bütt"
in Angriff genommen werden.



7 x Tommy Hoffmarck:

Während und..

..nach den 200 m Schwimmen auf dem Weg
in die Wechselzone,


wo Betreuer Maurice Sujka ins Rennbike unterstützt. Nach 10 km dann der Wechsel in den Aktiv-Rolli!

Was gibts Schöneres: Nach 49:23 Min. ackern und kämpfen mit neuem Rekord für den guten Zweck im Ziel und...

..ein entspannter Plausch mit Hans Lehmann
vom Aktionskreis "Hand in Hand", der glücklich
über 1000 € im Interesse integrativer Arbeit ist.



Neben Linda Hövel das zweite "Girlie" im Rolli-Feld: Sandy Kroppen von den Basket Bears Krefeld.


Sieger bei den Rollis im Tri - Level I:
Sebastian Frauenkron von der BSG Volmarstein.


"Unser" Sven Kaiser von der BSG Mönchengladbach: Im reha team West-Trikot auf Platz 2. im Tri-Level II.


"Abräumer und Debütanten zugleich:
Die BSG Volmarstein auf den ersten drei Plätzen der Tri-Staffel. Wir hoffen auf ein Wiedersehen!!


Würdigung einer herausragenden Leistung, nicht nur an diesem Tage: Hannes Köppen im Siegerinterview.


"Der" Benjamin im Feld: Andreas Abts (li.)von der BSG Mönchengladbach, Jahrgang ´98!

 


Ergebnisse Handicap - Triathlon 2005

Körperbehinderte ohne Rollstuhl
500 m Schwimmen - 20 km Rad - 5 km Lauf

Plz.

SNr.

Name

Vorname

Verein

JG

AK

Schwimm

Rad

Lauf

Endzeit

1.

881

Janssen

Georg

Tri Club Wuppertal

58

TM45

8:25

31:59

21:33

01:01:57

Dies bedeutet den 37. Rang in der Gesamtwertung des Volkstriathlons und Platz zwei(!) in der Gesamtwertung TM 45.

Rollis Tri – Level I
100 m Schwimmen - 10 km Handbike - 1,3 km Aktivrollstuhl

Plz.

SNr.

Name

Vorname

Verein

JG

Endzeit

1.

879

Frauenkron

Sebastian

BSG Volmarstein

82

54:46

2.

889

Bons

Kevin

BSG Mönchengladbach

94

56:20

3.

891

Nicolaus

Rene

Basket Bears Krefeld

90

56:37

4.

895

Zielke

Dominik

Basket Bears Krefeld

93

1:00:29

Rollis Tri - Level II (Rennrollis)
200 m Schwimmen - 10 km Handbike - 3 km Rennrollstuhl

Plz.

SNr.

Name

Vorname

Verein

JG

Endzeit

1.

873

Köppen

Hannes

PV Triathlon Witen

57

40:35
Streckenrekord !

2.

880

Kaiser

Sven

BSG Mönchengladbach

89

49:10

3.

874

Lorenz

Frank

BSG Mönchengladbach

63

52:25

Rollis Tri - Level II (Aktivrollis)
200 m Schwimmen - 10 km Handbike - 3 km Aktivrollstuhl

Plz.

SNr.

Name

Vorname

Verein

JG

Endzeit

1.

883

Hoffmarck

Thomas

Run - 4 - Life - Team

66

49:23

2.

886

Petersen

Daniel

Basket Bears Krefeld

90

1:01:27


Staffel - Tri Level I
200 m Schwimmen - 10 km Handbike - 1,3 Aktivrollstuhl

Plz.

SNr.

Schwimmpate

Rollstuhl-Sportler

Verein

Endzeit

1.

875

Jessica Stephan

Christopher Lohmann

BSG Volmarstein

47:18

2.

877

Christian Dittmeyer

Sascha Grote

BSG Volmarstein

49:23

3.

878

Manuel Volaj

Vitalis Molleker

BSG Volmarstein

53:42

4.

893

Kai Riedel

Henning Klanten

Basket Bears Krefeld

56:57

5.

897

Jennifer Zielke

Sandy Kroppen

Basket Bears Krefeld

1:02:19

6.

872

Johannes Hut

Andreas Abts

BSG Mönchengladbach

1:02:43

7.

896

Andreas Kugel

Anna Seising

Basket Bears Krefeld

1:12:28

8.

876

Nina Schürmann

Sarah Ott

BSG Volmarstein

1:19:29

9.

898

Sandra Goertz

Linda Hövel

Basket Bears Krefeld

1:23:55

Staffel - Tri Level II
500 m Schwimmen - 10 km Handbike - 3 Aktivrollstuhl

Plz.

SNr.

Schwimmpate

Rollstuhl-Sportler

Verein

Endzeit

1.

894

Melanie Elspaß

Carsten Bohlmann

Basket Bears Krefeld

58:59