Martina Willing ist die Vielseitige unter Deutschlands Leichtathleten und ihre sportliche Bandbreite stellte sie auch bereits dreimal im Rahmen des Willicher Handicap-Triathlons unter Beweis. Hinzu kommt, dass uns Martina mit ihrer ausgeprägten Persönlichkeit, ihrem Sportsgeist und ihrem Durchsetzungswillen begeistert hat. Wir freuen uns auf das Wiedersehen im nächsten Jahr.
Seit den Paralympics 1996 startet sie als einzige Blinde bei den Rollstuhlfahrern, nachdem sie als Komplikation nach einer Knieoperation querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. Neun Medaillen hat Martina Willing bei Paralymics bereits gewonnen. "Am 20. September soll in Athen Edelmetall Nummer zehn hinzu kommen," kündigt die 44-Jährige von der SG Stahl Brandenburg selbstbewusst an.
Eigentlich hat Martina bereits zehn Medaillen in ihrer Trophäensammlung. Bei der Abschlussfeier von Sydney 2000 wurde sie zusammen mit Oumar Kone von der Elfenbeinküste vom damaligen IPC-Präsidenten Robert Steadward mit der Whang Youn Dai-Overcome Trophäe ausgezeichnet. 75 Gramm pures Gold erhielt sie als Zeichen der Anerkennung für die Überwindung ihrer Behinderung mit Hilfe des Sports, - und sie hatte es sich verdient.

Esther Weber-Kranz ist auf der Planche zu Hause und Deutschlands Aushängeschild Nr. 1, wenn es um die elegante Führung des Degens und des Floretts geht. Und nach ihren großen Erfolgen bei den Paralympics von Barcelona, Atlanta und Sydney sowie zahlreichen EM- wie WM-Titeln, soll es auch unter der Akropolis wieder zu Edelmetall reichen.
Ihre Starts: 18./19. sowie 22. und 23. September.
Die überaus sympathische Breisgauerin und ihren Mann Holger lernten wir über unsere engen Kontakte zur Firmengruppe Otto Bock kennen. In diesem Zusammenhang war es uns bereits mehrfach vergönnt, den bundesweit bekannten Rollstuhl-Parcours im Rahmen von reha team West-Veranstaltungen zu präsentieren. Sei es im Rahmen des Willicher Handicap-Triathlons, bei Aktionstagen zur Förderung des Behindertensports und nicht zuletzt innerhalb unseres 10jährigen Firmenjubiläums in Jüchen im Sommer 2004.
Dieses Engagement zeichnet Esther (sie ist bereits zweifache Mutter) besonders aus. Hat sie als erfolgreiche Spitzenathletin doch auf diesem Wege nie den Kontakt zur Basis verloren. Und was könnte wichtiger sein, als das sie ihre Erfahrungen und Willensstärke behinderten Kindern und Jugendlichen in Form von Bewegungsförderung und Mobilitäts-Kursen weiter vermittelt.
Martin Ahner und

Wilfried Lipinski
sind die lebendigen Beweise dafür, dass es in der deutschen Fecht-Equipe keinerlei "Generationskonflikte" gibt. Martin (28), den wir im Juni in Jüchen im Rahmen einer Fecht-Demo zu unserem 10jährigen Firmenjubiläum begrüßen durften,
gilt als der Benjamin im deutschen Team und möchte zunächst vornehmlich paralympisches Flair schnuppern. Außenseiterschancen mit dem Degen und Säbel hat er aber allemal.
Wilfried Lipinskis (43) sportliche Vita weist zahlreiche internationale Titel aus. Auch er stand uns bereits für eine Fecht-Demo, seinerzeit im Rahmen des 3. Willicher Handicap-Traithlons 2000, zur Verfügung. Seine zeitlichen Möglichkeiten sind mittlerweile beschränkt, ist er doch neben seinem sportlichen Engagement auch auf Verbandsebene und als Trainer tätig. Für unser Haus ist er aber stets sympathischer wie versierter Ansprechpartner, wenn es um die Verwirklichung neuer Ideen in punkto Veranstaltungen geht. Beide greifen im Einzel wie auch in der Mannschaft zwischen dem 20. und 23. September ins Geschehen ein.
Florian Sitzmann 

ist der Shooting-Star der internatinalen Handbiker-Szene. Und so fröhlich, wie der Heddersheimer auf diesem Foto (als Sieger des Korschenbroicher City-Laufes 2003) gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden des Team-Sopur daher kommt, so haben wir ihn auch kennen gelernt. Insofern sind wir ganz optimistisch, dass er dem Erwartungsdruck im Rahmen des Straßenrennens von Athen am 24. September Stand halten wird.
"Flo" hat Oberarme, auf die mancher Gewichtheber neidisch wäre. Dass dem 26-jährigen Vizeweltmeister im Handbikefahren beide Beine fehlen, fällt erst auf den zweiten Blick auf. Gut so, findet er. "Es geht mir nicht darum, Mitleid zu erregen", stellt er klar. "Ich möchte einfach als Florian Sitzmann akzeptiert werden, nicht als Behinderter."
Erst seit April 2002 mischt Florian in der Handbike-Szene mit, aber seine Erfolgsliste ist beeindruckend: In seinem Debütjahr wurde er aufgrund seiner "phantastischen Hebel" deutscher Meister im Straßenrennen, siegte eine Woche später beim Stuttgart Halbmarathon und krönte seine bisherige Karriere mit dem Straßen-Vizetitel bei der Weltmeisterschaft in Altenstadt im August 2003. 300 Trainingskilometer spult er dafür pro Woche auf Heddesheimer Feldwegen ab.
Doch die eigentliche Erfolgsgeschichte des Florian Sitzmann beginnt schon 1992 auf der Intensivstation. Nach einem Motorradunfall und einer Woche im künstlichen Koma kommt er wieder zu sich. Es ist sein Geburtstag. "Ich hatte geträumt, dass meine Beine eingegipst wären" - doch stattdessen muss der damals 16-Jährige erfahren, dass eine Amputation direkt unterhalb der Hüfte nicht zu vermeiden war. "Aber nach dem ersten großen Schock war mir gleich klar, dass es für mich nur einen Weg gibt - den nach oben", sagt Sitzmann nüchtern, und es klingt ganz natürlich. "Auch wenn ich noch nicht wusste, wie dieser Weg aussieht."
Nach zwei Jahren in verschiedenen Kliniken und Reha-Einrichtungen verkauft der Vizeweltmeister mittlerweile Handbikes oder Wasserski für Behinderte und berät Menschen, die sein Schicksal teilen. "Ich kann vor allem Erfahrung weitergeben", beschreibt Sitzmann seine Arbeit, "und Sätze wie ,Das kann ich nicht' gefallen mir nicht".
Johann Mayrhofer


durften wir in diesem Jahr erstmals beim Korschenbroicher City-Lauf erleben, als er den bis dahin seitens Harrie van Hout (18:58) gehaltenen Streckenrekord über die 10 km auf 18:30.41 Min. förmlich pulverisierte. Er selber äußerte sich zu seiner sportlichen Entwicklung wie folgt:
"Bei einem Lkw-Unfall im Oktober 1992 kam ich um beide Unterschenkel, das veränderte mein Leben ganz urplötzlich, ungefähr so wie ein Blitz aus heiteren Himmel. Im Reha Zentrum Weisser Hof begann ich mich mit allerlei Sportarten anzufreunden und endeckte letztendlich meine Leidenschaft fürs Handbike. Mein erstes Rennen fuhr ich allerdings erst 1995 in Wiener Neustadt mit dem erfreulichen Resultat eines 2 Ranges. 1996 bestritt ich in Wiener Neustadt mein zweites Rennen und belegte mit einem Vorsprung von 4.43 min. den 1 Rang. Das war sozusagen der Startschuss für meine Handbike Karriere. Ich begann ein wenig herum zu horchen wo Rennen sind und es gab eigentlich nur mehr Siege. Die schlechtesten Ergebnisse waren 3 Ausfälle (wegen Reifenpanne bzw. Unfall in Innsbruck) und 4 zweite Plätze. Meine größten Erfolge waren sicher die 2 Siege in Blois Frankreich, die EM in Neuchatel und natürlich die 2 Goldmedaillen bei der WM in Altenstadt!
Meine nächsten Ziele sind Gold bei den Paralympics in Athen 2004 und dann wäre da vielleicht noch das Race-Across-Amerika".